Biodynamik

Die Methode HKiT® wird auch "biodynamisches Tanzen" genannt und leitet sich direkt aus der biodynamischen Methode und Psychologie der Norwegerin Gerda Boyesen ab. Gabriele Fischer, die Begründerin von HKiT, wurde direkt von Gerda Boyesen ausgebildet und erhielt von ihr den Auftrag, die Methode tänzerisch weiter zu entwickeln.

 

Biodynamik bedeutet wörtlich übersetzt „Leben“ (bio) und „Lehre von dem Einfluss der Kräfte auf Körper“ (Dynamik). Sinngemäß ließe sich die Biodynamik als „Lehre von den Kräften des Lebens auf den Menschen“ übersetzen.

 

Zum einen wirkt auf den menschlichen Körper die Schwerkraft. Daher findet die Ausbalancierung und Strukturierung des menschlichen Körpers im Feld der Schwerkraft besondere Bedeutung bei HKiT. Der Boden, auf dem ich sitze, stehe, gehe oder liege wird zum zentralen Partner im Tanz, sowohl pädagogisch, um überhaupt wieder eine Beziehung zum Untergrund zu entwickeln, als auch therapeutisch in der Groundingarbeit.

 

Zugleich wird damit dem Körper die Möglichkeit gegeben, im freien Tanz auf und mit dem Boden unabgeschlossene senso- und psychomotorische Entwicklungsschritte der frühen Kindheit nachzuholen, z.B.  wenn sie nicht möglich waren aufgrund von frühkindlicher Krankheit, falscher Erziehung wie zu frühes Sitzen- oder Stehenmüssen oder Flucht.

 

Zum anderen werden Gefühle als formende Kräfte betrachtet, die auf den Körper einwirken und sich als emotionale Anatomie (Stanley Keleman) in der gesamten Körperhaltung bemerkbar machen können.

Gefühle sind aber zugleich auch Ausdruck der eigenen Lebensenergie und sind im Körper- und Selbsterleben verankert. In diesem Zusammenhang steht auch der sog. Embodiment-Effekt. Embodiment bezeichnet eine wechselseitige Beziehung zwischen Körper und Gefühl. Durch bestimmte Körperhaltungen können gezielt Gefühle wie Freude oder Niedergeschlagenheit induziert werden. 

 

 

 

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